Quantifizierung des Qualitativen und umgekehrt
Sonntag, 30. September 2007 | Autor: Bernd
Ein gängiger Weg, das was wir bewerten, glauben, hoffen, annehmen oder befürchten, zu beherrschen, in den “Griff zu bekommen” ist, diese Sachverhalte zu quantifizieren, das heisst, in vergleichbare Zahlen umzuwandeln.
Schauen wir uns solche Zahlen an:
Applet by rob
Nach diesen Informationen entsteht das nächste Bedürfnis, die nächste Frage: Was bedeuten diese Zahlen, welche Wertungen können abgeleitet werden?
Wie kann ich aber Qualitäten in Quantitäten und zurück umwandeln?
So tut das der amerikanische Künstler Chris Jordan (Danke, Björn!):
Verbildlicht 8 Millionen Zahnstocher, die Nummer der Bäume, die in den USA jeden Monat gefällt werden, um das Papier für Kataloge zu produzieren:
Wenn das möglich ist, ist das ein Hinweis darauf, dass es zwischen Quantitativem und Qualitativen etwas Gemeinsames gibt.
Die alte Frage nach dem Verhältnis von Quantität und Qualität beantworte ich so, dass Qualität und Quantität (oder besser Qualtitatives und Quantitatives) zwei Betrachtungsweisen der Realität sind. Diese Betrachtungsweisen existieren ebensowenig unabhängig von einander, als Kategorien oder Ideen, wie “links” und “rechts”. Ohne die Existenz der korrespondierenden Kategorie wird der Gebrauch sinnlos. Didaktische Arbeit ist, die Betrachtungsweisen immer wieder in einander umzuwandeln, das heisst, das Qualitative zu quantifizieren und das Quantitative zu qualifizieren.
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